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Intensivreinigung von Holzböden (speziell Parkett)

von Alexander Rebs jun, 02. September 2014

Wir haben die in den Sommerferien anfallenden Sonderreinigungen genutzt, um unsere Arbeit anhand von Bilder zu dokumentieren und Interessenten somit etwas bildlicher veranschaulichen zu können, wie die Arbeiten erledigt werden und mit welchem Aufwand zu rechnen ist.

Beginnen wir mit einem im Geschäftsumfeld eher seltenerem Boden, dem Parkettboden. Im Grunde spielt die Art des Parkettbodens für uns als Gebäudereiniger eher eine untergeordnete Rolle.

Eines vorab: Wir frühen eine Intensivreinigung von Holzboden NIE nass durch. Ein nasses Intensivreinigen von Parkettböden kann gut gehen, muss es aber nicht!

In folgendem Beispiel haben wir einen versiegelten Boden intensivgereinigt und anschließend wieder einen neuen Pflegefilm fachgerecht aufgetragen. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Schulgebäude mit entsprechender Beanspruchung des Bodens. Die Aula, sowie einige Klassenzimmer sind mit Parkettböden ausgestattet und werden jährlich intensivgereinigt.

Begutachtung und Freimachen
Zunächst begutachten wir die Flächen, machen einen gedanklichen Ablaufplan und teilen dann die Arbeiten ein. Vor Beginn der Arbeit müssen die Flächen komplett frei sein, das bedeutet Pflanzen und alle anderen beweglichen Teile wegtragen.
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Entfernung des Pflegefilms und des Schmutzes
Im nächsten Schritt wird ein ggf. vorhandener alter Pflegefilm entfernt. Dies geschieht per Einscheibmaschine und speziellen Padscheiben mit Schleifadditiven. Die Schleifadditive bewirken auch eine minimale Abschleifung des Parketts, das geschieht allerdings kaum spürbar im Mikrometerbereich. Es entsteht eine Menge Feinstaub, der erst einmal liegen bleiben kann.Die Flächen werden so lange mit dieser Arbeitsweise behandelt, bis der alte Pflegefilm entfernt ist und der Boden gleichmäßig erscheint (und ggf. noch schwarze Abriebe z. B. durch Schuhe entfernt sind).
Eine dieser speziellen Padscheiben kann einseitig für bis zu 25 m², beidseitig somit für bis zu 50 m² verwendet werden. Danach ist die Padscheibe verschlissen und kann entsorgt werden.
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Saugen und Trockenwischen
Im anschließenden Arbeitsgang muss der entstandene Staub entfernt werden. Das geschieht klassisch per Saugen und anschließendem trockenem (!!!) Wischen. Der Boden darf keinesfalls nass oder feucht gewischt werden, da sich sonst die Holzfasern aufstellen und die anschließende Pflege nicht optimal haften kann. Der Unterschied zwischen vorher (rechts) und nachher (links) ist nun klar erkennbar.
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Auftragen eines Pflegefilms
Ist der Boden nun „blank“ kann die erste Lage der Pflegeschicht aufgetragen werden. Wir verwenden hierfür spezielle Parkettpflegeprodukte, deren Pflegeschicht in der Unterhaltsreinigung mit abgestimmten Reinigern gereinigt und erneuert werden kann. Das Auftragen erfolgt durch Wischen. Bei der ersten Pflegeschicht muss wesentlich mehr Material verwendet werden, da der Boden „saugt“. Ist diese Schicht durchgetrocknet, kann die zweite Schicht mit weniger Materialaufwand aufgetragen werden.
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Der Unterschied
Auch hier ist der Unterschied zwischen unbehandelter Oberfläche (unten) und eingepflegter Fläche (oben) deutlich erkennbar.
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Das Ergebnis der Aula
Das Ergebnis ist ein neu eingepflegter, gleichmäßiger Parkettboden, der sich durchaus sehen lassen kann (links neu eingepflegt, rechts ohne Einpflege).
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Ein neu eingepflegter Klassenzimmerboden
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